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Johannes Corputius (1542-1611)

corputiusplan
Stadtplan von Johannes Corputius (1566)

Johannes Corputius wird 1542 in Breda als Johann van den Corput geboren. Er studiert in Löwen, vermutlich auch in Köln. Corputius ist Schöpfer des nach ihm benannten Plans von 1566, der die Stadt Duisburg aus der Vogelperspektive darstellt. Detailgenauigkeit, basierend auf äußerst exakten Messungen, zeichnet diesen ersten Duisburger Stadtplan aus. Zugleich veranschaulicht der Plan die architektonische Gestaltung der in ihrem Aussehen noch mittelalterlichen Stadt.

1562 wird Johannes Corputius Schüler bei dem in Duisburg ansässigen Kartografen und Universalgelehrten Gerhard Mercator. Durch Mercators äußerst breites, praxisbezogenes Verständnis von Mathematik lernt Johannes Corputius auch Kupferstechen. Zusätzlich müssen alle Schüler die für den Unterricht notwendigen Instrumente, wie etwa Vermessungsgeräte oder Winkelmesser mit Visiereinrichtungen, selbstständig anfertigen.

1566 verlässt Corputius Duisburg und geht vermutlich zunächst zurück in seine Heimatstadt Breda. Dort lässt er sich am 13. August 1567 von Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt eine Urkunde ausstellen, die ihm seine Herkunft aus einer guten und ehrbaren Familie bescheinigt. Denn Corputius will seine Studien in Griechenland und Italien fortsetzen. Ungewiss ist allerdings, ob er diese Länder tatsächlich besucht hat.

1568 studiert Johannes Corputius an der Straßburger Akademie. Hier portraitiert er den Rektor der Akademie, Johannes Sturm, und zeigt erneut sein Talent als Zeichner und Kupferstecher. 1574 kommt Corputius wieder nach Duisburg, die Aufenthaltsdauer ist nicht belegt. Bald danach ist er als Artilleriehauptmann am niederländischen Unabhängigkeitskrieg beteiligt. Spätestens um 1580 hat sich Johannes Corputius in dieser Position mehrfach ausgezeichnet. So steht er im Kampf um die Stadt Steenwijk an der Spitze der Belagerten und gilt als „Mann, der Tausende aufwog“. Die Kampfhandlungen um Steenwijk hält er im Kupferstich fest. Der militärischen Laufbahn bleibt Corputius auch nach dem Krieg treu. Am 17. September 1611 stirbt Johannes Corputius als Hauptmann von Groningen.