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AUS DEM LEBEN DES GERHARD MERCATOR

Foto: „Mercator und Corputius“ im Stadtmuseum. „Mercators Nachbarn“/Andreas Probst
5. März 2017, 15:00

Ein szenisches Hörspiel, erdacht und aufgeführt von Mercators Nachbarn

Am Sonntag, den 5. März 2017, beginnt um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum ein szenisches Hörspiel, erdacht und aufgeführt von der Gruppe „Mercators Nachbarn“. In sechs Akten erzählen die Darsteller viele Details aus dem Leben Mercators im 16. Jahrhundert. Die meisten Duisburger wissen ja nicht einmal, dass der laut Umfrage bekannteste Einwohner der Stadt erst im Alter von 40 Jahren mit seiner Familie aus den Spanischen Niederlanden nach Duisburg gekommen war, weil er hier ohne Angst vor Verfolgung leben und arbeiten konnte.

Einige turbulente oder prägende Lebensstationen des Universalgelehrten werden lebendig: seine Verhaftung durch die Inquisition in Rupelmonde, das Netzwerk humanistischer Gelehrter in Duisburg oder die Entstehung des Corputius-Stadtplans von 1566. Dass es in den Szenen nicht ohne Humor zugeht, wird bei einem fiktiven Gelehrten-Stammtisch im 'Versoffenen Finken' deutlich. Bei der szenische Lesung treten Mercators Nachbarn in nachgeschneiderten historischen Gewändern auf, die allerdings erst bei Mercator und Corputius komplett sind; aktuell wird um eine kleine Spende für die standesgemäße Kleidung des Herzogs Wilhelm V. gebeten.

Mit der Aufführung am 5. März, dem Geburtstag von Gerhard Mercator (1512–94), feiern 'Mercators Nachbarn' auch ein kleines eigenes Jubiläum: Zu den Mercator-Akzenten 2012, also vor fünf Jahren, hatten sie sich zusammengefunden, um ein Theaterstück über Mercator aufzuführen. Es wurde in der nun längst abgerissenen Berufsschule aufgeführt, wo inzwischen das Wohnhaus des Kartographen archäologisch untersucht wurde.

Die Aufführung in der Mercator-Werkstatt des Museums dauert etwa 90 Minuten (Pause inbegriffen). Es gibt keine Reservierungen, bei der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich also, zeitig zu kommen. Bei großer Nachfrage sind allerdings weitere Aufführungen geplant.

Foto: „Mercator und Corputius“ im Stadtmuseum. „Mercators Nachbarn“/Andreas Probst


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