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Aktuell

buero ullrich Das rote Hamborn – Politischer Widerstand in Duisburg 1933 bis 1945

3. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Duisburg war ein Zentrum des politischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Geprägt durch Bergbau und Schwerindustrie gab es eine breite und gewerkschaftlich organisierte Arbeiterklasse, aus der heraus sich der  Widerstand formierte. Die stärksten Widerstandaktionen in Duisburg gingen von sozialdemokratischen und kommunistischen Gruppen aus.

Die Ausstellung konzentriert sich auf den industriellen Norden der Stadt, auf den Stadtbezirk Hamborn. Doch auch die Widerstandsarbeit in benachbarten Stadtgebieten wie Meiderich oder Ruhrort und weiter südlich aus dem „roten Hochfeld“ mit seinen Industrieanlagen am Rhein wird schlaglichtartig vorgestellt. Mit dem großen Binnenhafen und der Rheinschifffahrt, mit seinem Verkehrsknotenpunkt im Westen des Ruhrgebietes und nahe den Niederlanden bot Duisburg für die Organisation des Widerstands ideale Voraussetzungen.

Die Termine zum Begleitprogramm und die pädagogischen Angebote entnehmen Sie bitte unserem
>> Flyer oder unserem Veranstaltungskalender.

Eine Ausstellung des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie

 


„Dahin, wo der Pfeffer wächst!“ – Reisende vor 500 Jahren

25. Juni – 5. November 2017

Dahin, wo der Pfeffer wächst – das ist ein unbekannter Ort, ganz weit weg! Hierhin wünscht man diejenigen, die man nicht mehr sehen will. Doch wo kommt der Pfeffer eigentlich her? Wie kommt man an diesen Ort? Und wer ist dorthin gereist, was hat er erlebt?

Anders als heute verbanden die Menschen vor 500 Jahren das Reisen nicht mit Erholung, es war ein äußerst mühseliges Unterfangen und mit unzähligen Gefahren verbunden. Die gewohnte Heimat zu verlassen und sich dem Abenteuer der weiten Fremde auszusetzen, war nur für die wenigen mutigen Entdecker zu Land und zur See ein positives Wagnis.
Grundsätzlich waren zu jeder Jahreszeit und überall Menschen unterwegs. Von ihren unterschiedlichen Motiven, ihrer Ausstattung, der Organisation der Reise, aber auch von „den Anderen“, die ihnen begegnet sind, haben sie individuelle Zeugnisse hinterlassen. Die Ausstellung will völlig verschiedenen Reisenden ein Gesicht geben, ihre spannenden Geschichten erzählen und den Besucher mit allen Sinnen in eine Zeit entführen, in der in Europa noch Urwälder zu passieren waren und das Durchqueren eines friedlichen Bächleins mit dem Tod enden konnte. Historische Objekte werden dabei durch „Exponate zum Anfassen“ in den Kontext ihrer Zeit gesetzt.

Was berichtet ein Landsknecht aus seiner Gefangenschaft bei Kannibalen in Brasilien? Welchen Schrecken hat ein Seefahrer in seinem Tagebuch niedergeschrieben, als er den Tod seines Begleiters Ferdinand Magellan bei der ersten Weltumsegelung mit ansehen musste? Und wer begleitet Anna von Kleve nach England, um den gefürchteten König Henry VIII. zu heiraten?

Davon wollen wir die Reisenden am besten selbst erzählen lassen.

 


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